Als Josef Stalin am 5. März 1953 starb, erreichte der Personenkult um den Diktator seinen Höhepunkt. Für die Sowjetunion und die Kommunisten war er der Held, der die Nazis besiegte, die UdSSR in eine Supermacht verwandelte und der kommunistischen Idee ihre Strahlkraft gab. Der Tod des mächtigen Alleinherrschers sorgte weltweit für starke Emotionen und stürzte das Land in einen Mix aus Kriegserinnerungen und Zukunftsangst. Die Nachfolger des Staatschefs mussten mit der grausamen Vergangenheit leben, aufgearbeitet wurde sie nie richtig. Stalins Gespenst schwebt bis heute über Russland und der ganzen Welt.